Irgendwann ist es bei jedem Team so weit. Das Logo ändert sich, die Poloshirts sind aus der Mode, eine Abteilung wird umbenannt, und plötzlich hängen kartonweise Firmenshirts im Lager, die niemand mehr trägt. Meistens landen sie am Ende im Müll oder in der Altkleidersammlung, aus der viel zu wenig wirklich wiederverwendet wird.
Dabei steckt in dieser ausgemusterten Teamkleidung mehr, als die meisten denken. Aus alter Firmenkleidung lassen sich neue, hochwertige Accessoires machen, die deine Leute gerne benutzen. Genau das ist unser Upcycling-Angebot für Unternehmen: Aus alt mach neu, aus Abfall mach Erinnerung.
Was mit eurer alten Teamkleidung passiert
Der Ablauf ist bewusst einfach gehalten, weil das Material bei euch schon vorhanden ist. Ihr müsst nichts Neues kaufen.
Ihr schickt uns eure ausrangierte Teamkleidung, egal ob Poloshirts, T-Shirts, Softshelljacken oder Arbeitskleidung. Wir sichten das Material, überlegen gemeinsam mit euch, welche Accessoires sich daraus am besten fertigen lassen, und verwandeln die alten Textilien in neue Stücke. Was übrig bleibt, wird sinnvoll weiterverwertet, nicht weggeworfen.
Der Unterschied zu einer normalen Bestellung: Das Rohmaterial stellt ihr selbst, nämlich eure alte Kleidung. Berechnet wird nur die Fertigung. So entsteht aus etwas, das sonst Entsorgungskosten verursacht hätte, ein neues Produkt mit Wert.
Gerade bei Kleidung mit eurem Logo ist das oft mehr als nur eine nachhaltige Geste. Alte Teamkleidung mit Firmenlogo einfach in die Altkleidersammlung zu geben, ist nicht immer eine gute Idee, weil damit im Zweifel Fremde in eurem Namen auftreten könnten. Upcycling ist hier auch der saubere Weg, gebrandete Kleidung endgültig aus dem Verkehr zu ziehen und ihr trotzdem ein sinnvolles zweites Leben zu geben. Und für Vereine, bei denen nach einem Ausstatter- oder Sponsorenwechsel ganze Sätze alter Trikots übrig bleiben, ist es die naheliegende Antwort auf die Frage, wohin damit.
Warum das alte Logo kein Problem ist, sondern der eigentliche Clou
Viele fragen zuerst: Aber auf den Sachen ist ja noch unser altes Logo drauf. Genau das ist der Punkt, der Upcycling so besonders macht.
Ein Accessoire aus der echten, getragenen Teamkleidung erzählt eine Geschichte, die kein neu produziertes Werbegeschenk erzählen kann. Die Tasche aus dem alten Vereinstrikot, der Kulturbeutel aus der ausgemusterten Dienstjacke, das Mäppchen aus dem ersten Firmenshirt: Das sind keine beliebigen Give-aways, das sind Erinnerungsstücke. Wer so ein Stück bekommt, spürt sofort, dass dahinter etwas Echtes steckt. Gerade als Weihnachtsgeschenke für Mitarbeiter schlägt so ein Einzelstück jeden Präsentkorb von der Stange.
Deshalb drucken wir bewusst kein neues Logo darüber. Das Alte gehört dazu. Es macht aus einem simplen Accessoire ein Objekt mit Identität, das die Zugehörigkeit zum Team sichtbar hält, auch wenn die ursprüngliche Kleidung längst ausgedient hat.
Welche Accessoires aus alter Arbeitskleidung möglich sind
Was sich fertigen lässt, hängt vor allem vom Stoff ab. Und hier lohnt sich ein ehrlicher Hinweis, den man selten hört: Nicht jedes Kleidungsstück eignet sich für jedes Produkt.
Für belastbare Taschen, die im Alltag etwas aushalten sollen, brauchst du dickere, festere Materialien. Ein alter Hoodie, eine Softshelljacke oder feste Arbeitskleidung geben ein stabiles Ergebnis. Ein dünnes T-Shirt dagegen ist als Tasche mit Tragegurt schnell überfordert. Aus leichten Shirts entstehen deshalb eher weiche, kleinere Accessoires, aus dicken Stoffen die robusten Stücke. Grob als Orientierung:
- Dicke Stoffe (Hoodies, Sweatshirts, Softshelljacken, feste Arbeitskleidung): stabile Umhänge-, Schulter- und Einkaufstaschen, Bauchtaschen, Kulturbeutel
- Dünne Stoffe (T-Shirts, leichte Poloshirts): weiche Beutel, leichte Turnbeutel, Mäppchen und kleinere Einzelstücke
Ein echtes Beispiel: drei Accessoires aus einem einzigen Hoodie
Wie viel in einem einzigen Kleidungsstück steckt, zeigt eines unserer Projekte. Aus einem einzigen alten Hoodie sind bei uns gleich drei ganz unterschiedliche Taschen entstanden:
- eine kleine Tasche mit Zugband aus der Kapuze, mit geflochtenem Träger
- eine Einkaufstasche aus den beiden Ärmeln und dem Rückenteil, mit langem und kurzem Träger
- eine Umhängetasche mit Reißverschluss und verstellbarem Tragegurt aus dem Vorderteil
Ein Kleidungsstück, das sonst im Müll gelandet wäre, drei nutzbare Accessoires. Genau darum geht es beim Upcycling: das Maximum aus dem herausholen, was schon da ist.
Gemeinsam schauen wir, was aus eurem konkreten Bestand am meisten Sinn ergibt. Kein Projekt ist wie das andere, und genau das ist der Reiz.
Wenn ihr daneben auch ganz normale neue Accessoires mit Logo braucht, findet ihr die in unserem regulären Accessoires-Sortiment. Upcycling ist die Ergänzung für alles, was ihr schon habt und nicht wegwerfen wollt.
Erst schauen wir uns an, was in eurem Bestand steckt. Unverbindlich, ohne Mindestmenge.
Ein Kreislauf mit einer Behinderteneinrichtung
Upcycling ist bei uns einer von drei festen Bausteinen. Die alte Teamkleidung geht nicht in die Verbrennung, sondern wird zu neuen Accessoires vernäht.
Und es geht noch einen Schritt weiter. Das Upcycling setzen wir gemeinsam mit einer Behinderteneinrichtung um. So entsteht aus dem Kreislauf zugleich ein sozialer: sinnvolle Arbeit und ein Produkt, hinter dem eine echte Haltung steht.
Für euch als Unternehmen ist das ein Baustein, den man anfassen kann. Kein abstraktes Zertifikat, sondern ein Gegenstand, den eure Mitarbeitenden täglich in der Hand halten.
Was rechtlich gilt, wenn ihr Firmenkleidung ausmustert
Kurz vorweg: Upcycling ist keine Pflicht. Aber sobald ihr aussortierte Teamkleidung wegwerft, seid ihr im Abfallrecht, und da gibt es ein paar Regeln, die viele nicht auf dem Schirm haben.
Die wichtigste steht in der Gewerbeabfallverordnung. Nach § 3 Absatz 1 GewAbfV müssen Erzeuger und Besitzer von gewerblichen Siedlungsabfällen bestimmte Abfallfraktionen getrennt sammeln. Textilien stehen dort als Nummer 6, gleich neben Papier, Glas, Kunststoffen, Metallen und Holz. Die getrennt gesammelten Textilien sind dann „vorrangig der Vorbereitung zur Wiederverwendung oder dem Recycling“ zuzuführen.
Alte Firmenkleidung gehört also nicht in den Restmüll, sondern in eine eigene Sammlung. Ausnahmen gibt es nur, wenn die getrennte Sammlung technisch nicht möglich oder wirtschaftlich nicht zumutbar ist (§ 3 Absatz 2), etwa bei wirklich kleinen Mengen. Wer davon abweicht, muss das nach Absatz 3 dokumentieren.
Warum Berufskleidung dabei mitgemeint ist
Wie die Entsorgung praktisch laufen soll, beschreibt die LAGA-Mitteilung 40, eine Vollzugshilfe der Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Abfall vom 17. Februar 2023. Sie legt den Anwendungsbereich ausdrücklich weit aus und zählt unter „Bekleidung“ auf: Oberbekleidung, Unterwäsche, Schuhe und Fußbekleidung sowie Accessoires wie Gürtel, Mützen und Schals.
Eure Polos, Hoodies und Softshelljacken fallen damit darunter. Ein eigenes Kapitel zu Firmenkleidung gibt es in dem Papier nicht, es behandelt Alttextilien als Ganzes.
Eine Einschränkung solltet ihr trotzdem kennen: Technische Textilien nimmt die LAGA M 40 ausdrücklich aus, und dazu zählt sie „Schutzkleidung, Tauchanzüge, Verbandmaterialien, Zelte und Planen“. Wer zertifizierte Schutzausrüstung im Bestand hat, findet in diesem Papier keine Antwort und klärt den Weg besser separat. Für normale Teamwear mit Logo gilt das nicht.
Das EU-Vernichtungsverbot: wen es trifft und wen nicht
Seit dem 19. Juli 2026 ist die Vernichtung unverkaufter Kleidung und Schuhe in der EU verboten. Das steht in Artikel 25 der Ökodesign-Verordnung (EU) 2024/1781, die betroffenen Warengruppen listet Anhang VII auf (Kleidung und Bekleidungszubehör, Kopfbedeckungen, Schuhe).
Das wird gerade viel zitiert, und meistens ungenau. Deshalb der Teil, der oft fehlt: Das Verbot gilt für unverkaufte Ware, also Warenüberschuss, überhöhte Lagerbestände, totes Inventar und Retouren. Getragene Firmenkleidung ist damit nicht gemeint. Kleinst- und Kleinunternehmen sind ganz ausgenommen, für mittlere Unternehmen greift das Verbot erst ab dem 19. Juli 2030.
Relevant wird der Artikel für euch also an einer anderen Stelle: bei nie ausgegebener Teamwear. Der Karton mit den 30 Poloshirts in Größe XS und dem alten Logo ist genau so ein unverkaufter Lagerbestand. (Und ehrlich gesagt ist das der Fall, der uns am häufigsten begegnet.)
Was das für euer Upcycling-Projekt bedeutet
Upcycling ist im Abfallrecht keine Entsorgung. Die Ökodesign-Verordnung definiert Vernichtung in Artikel 2 als „vorsätzliche Beschädigung oder Entsorgung eines Produkts als Abfall“ und nimmt die Vorbereitung zur Wiederverwendung, Instandsetzung und Wiederaufarbeitung ausdrücklich davon aus. Und die GewAbfV verlangt in § 3 Absatz 1 genau diese Rangfolge: erst Wiederverwendung, dann Recycling.
Wenn aus euren alten Hoodies neue Taschen werden, erfüllt ihr die höchste Stufe dieser Rangfolge, statt nur die Mindestpflicht abzuhaken. Und ihr habt am Ende etwas in der Hand.
Ob ausgemusterte Stücke oder nie ausgegebene Bestände: Beides lässt sich upcyceln, wir gehen nur unterschiedlich damit um. Aus einer Pflicht, die sonst Geld kostet, wird so etwas, das ihr herzeigen könnt.
So läuft eure Upcycling-Anfrage
Am Anfang steht immer ein kurzes Gespräch. Erzähl uns einfach, welche Teamkleidung bei euch ausgemustert wurde, ungefähr wie viel, und was ihr euch vorstellt. Wir melden uns mit ersten Ideen, was sich daraus machen lässt, und einer ehrlichen Einschätzung zu Menge, Aufwand und Ablauf.
Ob interne Erinnerungsstücke für langjährige Mitarbeitende, ein besonderes Give-away für Kundinnen und Kunden oder einfach eine sinnvolle Lösung für den vollen Lagerraum: Aus alter Firmenkleidung wird etwas, das bleibt. Worauf du bei Kundengeschenken sonst noch achten solltest, von Budget bis 50-Euro-Grenze, steht im Ratgeber.
Häufige Fragen zum Upcycling von Firmenkleidung
Was kostet ein Upcycling-Projekt?
Das Rohmaterial, also eure alte Teamkleidung, stellt ihr selbst. Berechnet wird nur die Entwicklung und Fertigung der neuen Accessoires. Den genauen Rahmen klären wir individuell, sobald wir wissen, um welches Material und welche Menge es geht.
Gibt es eine Mindestmenge?
Upcycling lohnt sich vor allem, wenn eine gewisse Menge an gleichartigem Material zusammenkommt. Meldet euch einfach mit eurem Bestand, dann sagen wir ehrlich, ob und wie sich ein Projekt umsetzen lässt.
Muss die alte Kleidung sauber und heil sein?
Sauber ja, makellos nein. Kleine Gebrauchsspuren sind kein Problem, sie gehören zur Geschichte dazu. Stark beschädigte Stücke sortieren wir bei der Sichtung aus und verwerten sie anderweitig.
Aus welcher Kleidung lassen sich Taschen machen?
Für stabile Taschen eignen sich vor allem dickere Materialien wie Hoodies, Sweatshirts, Softshelljacken oder feste Arbeitskleidung. Dünne T-Shirts sind als belastbare Tasche weniger geeignet, aus ihnen entstehen eher weiche Beutel und kleinere Accessoires. Was aus eurem konkreten Material am besten wird, sagen wir dir nach einem Blick auf den Bestand.
Wie lange dauert ein Upcycling-Projekt?
Das hängt von Menge und Produktart ab. Nach der Sichtung eures Materials nennen wir dir einen realistischen Zeitrahmen. Plane sicherheitshalber etwas mehr Zeit ein als bei einer Standardbestellung, weil jedes Stück Handarbeit ist.
Wie du Teamkleidung von Anfang an so planst, dass sie lange hält, liest du im Ratgeber Teamshirts gestalten.